Von der Rebe ins Glas

Ein Jahresdurchlauf
Jänner: der erst "Neuwein" wird abgefüllt und dem Konsumenten zugeführt.
Februar: die Reben werden geschnitten (von Dezember bis Februar), 3 Jahre nach der Rebpflanzung wird zum erstenmal "normal" geerntet.
März (Durchschnittstemperatur 8 Grad): der Weinbauer richtet die Pergeln auf, d.h. er kontrolliert die Holzpfähle sowie die Drähte und tauscht schadhafte Teile aus; die Bäuerinnen übernehmen dann das Rebenbinden. Danach wird der Boden gemulcht (früher wurde gepflügt).
April (Durchschnittstemperatur 12 Grad): durch die warmen Sonnenstrahlen "weinen" die Reben, d.h. das Wasser wird von den Wurzeln aufgenommen und an die Triebenden geleitet. Weint die Rebe nicht, so hat sie infolge Trockenheit oder Kälte Schaden erlitten.
Mai (Durchschnittstemperatur 17 Grad): die jungen Triebe ("Garzen") kommen hervor.
Juni (Durchschnittstemperatur 22 Grad): die Rebstöcke blühen und die Triebe sind bereits so lang, dass die einzellnen Rebstöcke entlaubt werden müssen. Die Spitzenweine des Vorjahres erreichen zum Großteil ihre Vollreife und werden in 7/10 Flaschen abgefüllt.
Juli (Durchschnittstemperatur 23 Grad): Soll es eine gute Ernte geben, so braucht es die gewohnten 1.900 Sonnenstunden im Jahr.
August (Durchschnittstemperatur 20 Grad): die Traubenbeeren erreichen die Größe einer Haselnuss , die Trauben der Rotweinsorten verfärben sich; in dieser Zeit droht Gefahr durch Gewitter und Hagelschläge.
September (Durchschnittstemperatur 17 Grad): das Traubenleesen ("wimmen") steht vor der Tür, die Weinfässer werden gereinigt und dichtgemacht. Die Lese der weißen Trauben beginnt Anfang September in den frühen Lagen.
Oktober (Durchschnittstemperatur 13 Grad): Die vollausgereiften roten Trauben werden in 2 - 3 Gängen ausgelesen um möglichst Qualitätsweine zu erzeugen. Die Traubenbeeren werden dann mit der Entrappungsmaschine ("Rebel") von den Kämmen ("Stängeln") befreit; die Maische wird dann nach Qualität und Lage in verschiedene Gärfässer gepumpt. Die Weißen Trauben werden samt den Kämmen gepresst und man pumpt nur den Traubensaft in die Gärfässer.
Bei der Gärung wird der Zucker in Alkohol umgewandelt. Aus dem Traubensaft wird kostbarer Wein.
Außerdem: die Törggelezeit ist da!
November: nach dem Gärungsprozess (6-10 Tage) wird der neue Rotwein von den Trestern abgezogen und in die Lagerfässer gepumpt. Die Trester werden gepresst. Von den gepressten Trestern wird sodann der Treber-"Grappa" erzeugt.
Dezember: bis Mitte Dezember gärt der Wein in den Fässern. Nach Absetzung der Hefe im Holzfass und nach der Gärung des Weines wird dieser abermals in ein anderes Fass überzogen. Sobald der Boden friert, ruht sich die Rebe bis zum Vegetationsbeginn im März aus.







