Schloss Freudenstein

Fraktion: St. Michael
Schloss Freudenstein liegt auf einem flachen Hügel oberhalb von Eppan.
Erst um 1379 wurde dieses Gebäude im Zusammenhang mit der St.-Andreas-Kirche zum ersten Mal schriftlich festgehalten. Das Kirchlein selbst wurde schon viel früher, um 1299 als "St. Andreas de Dosso" erwähnt.
Schon um 1244 wohnte das adelige Geschlecht der Fuchs von Fuchsberg im Schloss Freudenstein, gemeinsam mit einer zweiten, kleinadeligen Familie, den Eysenbrand von Freudenstein, die sich jedoch in einer daneben errichteten Burg aufhielten. Später ging der gesamte Besitz auf die Familie Fuchs von Fuchsberg über.
Der Ritter Jakob Fuchs von Fuchsberg zu Hocheppan übernahm das Schloss und ließ es umbauen. Aus zwei kleineren wurde eine schön ausgestattete, ansehnliche Burg mit Zimmerkapelle für den Hausgebrauch (St.-Anna-Kapelle) und einer Inschrift über dem Tor: "in gotes gewalt ste ich, iacob fux ritter pawt mich, frydenstein heiss ich, anno domini 1519".
1550 starb mit Jakob Fuchs von Fuchsberg der Letzte dieser Linie, das Schloss wurde nur mehr teilweise bewohnt. Die Trentiner Adeligen de Bellini, weitere Besitzer, ab 1897 Heinrich Baron von Siebold, der das Schloss wiederum restaurieren ließ, ein ungarischer Kapitän (1919 - 1964), sowie bundesdeutsche Besitzer, welche wiederum eine fachkundige Erneuerung ermöglichten, genossen die ehrwürdigen Gemäuer des Gebäudes.
Die Anlage aus dem Hochmittelalter ist von einer polygonalen (viereckigen) Ringmauer umgeben. Im Südtrakt ist der Ausbau teilweise gotisierender Art.
Spätgotische Flachschnitzereien im Kapellenzimmer, Wandmalereien im westlichen Wohntrakt, Rötel - und Kohleinschriften im großen Saal (früher sicher die Trinkstube) sowie die intarsierte Stubentäfelung im Nordtrakt sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die Sie in Schloss Freudenstein entdecken können. Musikliebhaber aufgepasst: Immer wieder finden in diesen beeindruckenden Räumen Konzerte statt. Na, wenn das kein Angebot ist?!
Schloss Freudenstein ist mit dem Auto erreichbar. Einige Wandermöglichkeiten, die an dem Gebäude vorbeiführen, wollen wir Ihnen als Beispiel vorstellen, je nach Ausdauer können sie zwischen 5 - 8 Gehstunden wählen: Von St. Michael nach Matschatsch und über den Höhenweg wieder zurück ist unser erster Vorschlag, diese Gegend zu erkunden. Anstrengender wird es, wenn wir die Hänge hinaufsteigen zur Furglauscharte, oder den Penegal in unsere Wanderpläne miteinbeziehen. Doch allein die Gegend von Eppan/Berg ist schon einen erweiterten Spaziergang wert, da sie sich in angenehm ruhiger Lage befindet.






