Friedhöfe, Kirchen, Kapellen und Wegkreuze

Kirche St.Pauls Kirchturm St.Pauls

Hierzulande überall in Überfluss zu sehen...

Der Besucher, der eine Dorfkirche in Südtirol besucht, wundert sich über den Standort des Friedhofes, nämlich um der Kirche und auch neben den Häusern, denn in den meisten Gegenden Italiens und Deutschland ist die Begräbnisstätte außerhalb der Siedlung.

In Südtirol besteht noch der uralte Brauch, die Toten bei der Pfarrkirche zu bestatten, so können die Angehörigen das Grab ihrer Lieben bei jedem Gottesdienst besuchen und mit Weihwasser besprengen (um ihnen die Flammen des Fegefeuers zu mildern).

Nicht zu übersehen in Südtirol auch die großen Kreuze, die fast auf jeder Bergspitze stehen, von wo aus Christus sozusagen das ganze Land beschützt und segnet. Auf Anhöhen steht oft ein Wetterkreuz mit zwei oder drei Querbalken, das die darunter liegende Siedlung von Blitz und Hagel bewahren soll.

Auf vielen vorspringenden Hügeln trohnt ein Kirchlein, welches das Tal bewachen soll; überall stehen Kapellen und Bildstöcke, viereckige Säulen mit spitzem Dach, die an die Opfer der furchtbaren Seuche des Jahres 1635 erinnern. Sehr verbreitet ist zudem der typische Brauch, Weg- und Feldkreuze auf Wanderwege, aber auch auf Straßen aufzustellen. Man begegnet ihnen überall, an der Grenze zwischen Gemeinden oder Höfen, wo ein Unglück passiert ist, an Kreuzungen, die nach dem Aberglauben von bösen Geistern und Hexen bedroht sind.
Die meisten Wegkreuze haben einen in Holz geschnitzten Christus, von einem kleinen Dach vor Regen geschützt und oft mit Blumen, Maiskolben und Andachtsbildern geschmückt. Die vielen Kreuze verleihen dem Land ein religiöses Gepräge.


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