Schützen und Volkstrachten

Trachten Trachten Traktor

kennzeichnend für Südtirol

Am 20. Februar 1810 ließ Napoleon Andreas Hofer in Mantua erschießen, weil er es gewagt hatte, 1809 seine Truppen mit einem Volksaufstand aus Tirol zu verjagen. Von dort an wird an diesen Tag mit Umzügen, Messen und Zeremonien bei seinen Denkmälern an den Tiroler Freiheitshelden gedacht.

Die Schützen stellen in Südtirol eine alte Tradition dar. Sie wurden 1511 aufgestellt, um ihre Heimat zu verteidigen. Heute bestehen in Südtirol noch mehr als 70 Schützenkompanien mit ruhmreicher Geschichte.
Meist haben sie Spielhahnfedern auf dem Hut, tragen eine rote Weste, eine braune lange Joppe, Kniehosen, weiße Kniestrümpfe, Halbschuhe mit einer Schnalle und marschieren in Reih und Glied; voraus schreiten die Fahnenträger und die Marketenderinnen.

Die Tracht weist im Allgemeinen eine große Vielfalt auf, mehr als 100 verschiedene, wenn auch recht ähnliche Aufmachungen sind zu finden. Trotzdem gibt es klare Unterscheidungsmerkmale zwischen Tälern und Ortschaften.
Während die meisten Trachten heute nur noch bei Musikkapellen und festlichen Prozessionen getragen werden, verdient die Sarner Tracht, nämlich jene aus dem Sarntal, eine besondere Beachtung, denn sie ist, fast als einzige, bei allen Festen unerlässlich und oft auch eine Werktagsgewandung geblieben.

« zurück zu "Brauchtum und Kultur"