Geologische Betrachtungen

Die Eppaner Gegend ist eigentlich ein Talbodenrest...

Im Überetsch sind Natur und Kultur aufs engste miteinander verbunden. Geologisch betrachtet ist das Gebiet ein alter Talbodenrest, der während der letzten Zwischeneiszeit von der fortschreitenden Erosion der Etsch und der Talbildung ausgeschaltet worden ist. Wir können heute noch Spuren der erdgeschichtlichen Vergangenheit feststellen und beobachten.

So reichen die alten Etschschotter vom Nordende des Gebietes bis zum Kalterer See und sind in Kiesgruben gut aufgeschlossen. Während der letzten Eiszeit wurde das Überetsch von einer gewaltigen Gletscherzunge bedeckt. Als Zeugen der Eiszeit sind die kantengerundeten Findlinge aus Porphyr, Tonalit und Glimmerschiefer, die schönen Gletscherschliffe und mächtigen Moränenablagerungen zu werten.

In der Umgebung von Unterrain, Missian und St. Pauls (z.B. Warthtal) prägen schluffreiche Ablagerungen, von den Einheimischen "Flinz" genannt, das Landschaftsbild. Diese homogenen, feinen Sande werden als Sedimente eines Sees gedeutet, der sich am Rande des zurückweichenden Etschgletschers vor rund 12.000 Jahren gebildet hatte.

Der Porphyr-Bergsturz in der Eppaner Gand hat zur Entstehung der berühmten Eislöcher geführt. Als Ursachen dieses Bergsturzes sehen Geologen die Abtragung durch den Eiszeitgletscher und vielleicht auch die Erosion durch die Etsch während der Zwischeneiszeit an.


Siehe auch:

Eislöcher

Besonders für den Sommer

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