Museion: Dialog von Kunst und Leben

Der Museion-Neubau in Bozen steht an einem neuralgischen Punkt der Stadt...
...dort, wo die Talfer das alte „deutsche“ Bozen und das in der Faschistenzeit entstandene „italienische“ Bozen voneinander trennt. Ein idealer Ort also, um Kunst als soziale Auseinandersetzung zu fördern.
Die Berliner Architekten Krüger, Schuberth, Vandreike (KSV) haben das Museum als offenen Raum gestaltet, der Ausblicke auf die Stadt bietet und so den Dialog von Kunst und Leben aufnimmt. Das Museion versteht sich als flexibles, experimentelles Haus, es wird Präsentationsfläche und Künstlerwerkstatt zugleich sein, und zwar 24 Stunden am Tag: Nachts werden die Glasfassaden des Gebäudes mit Videokunst bespielt werden.
Direktorin Corinne Diserens wird das neue Haus mit einer Ausstellung eröffnen, die neuen Körperkonzepten in der zeitgenössischen Kunst nachspürt. Auch der Focus der Sammlung wird auf der Kunst nach 1960 liegen. Diserens will den bisherigen Sammlungsschwerpunkt „Sprache in der Kunst“ erweitern, etwa um künstlerische Ausdrucksformen im Raum oder – wie Diserens in einem Interview mit dem Wochenmagazin „ff“ sagte – „um eine Grammatik der Architektur in der Kunst“.
c Foto: Ivo Corrà, Museion Bozen
Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Bozen
Eröffnung: 24. Mai 2008
Direktorin: Corinne Diserens
Architekten: KSV Krüger, Schuberth, Vandreike (Berlin)
Eröffnungsausstellung: „Peripherer Blick und kollektiver Körper“. Die Schau vereint Künstler, die ihren Körper zum Ausdrucksmittel und zum Motiv machen und damit die traditionellen Grenzen der Kunst sprengen. Dabei zeigen sich Berührungspunkte mit Entwicklungen in Architektur, Theater und Tanz.
Gezeigt werden Werke aus der Sammlung sowie Leihgaben aus italienischen und internationalen Kollektionen. Dauer: 24. Mai-21. September 2008
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr
Eintrittpreise: 6 Euro, Familienticket 12 Euro
Kontakt: Caterina Longo
E-Mail: caterina.longo@museion.unibz.it
Homepage: www.museion.it






