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Als Gemeinde für die Umwelt

Jeder Einzelne trägt mit seinen Handlungen zum Klimaschutz bei. Als Gemeinde ist Eppan also 15.000 Mal so stark, wenn es darum geht das Weltklima zu verbessern, und nennt sich deshalb seit Sommer 2016 auch KlimaGemeinde.
 

Wer im Dorfkern von St. Michael | Eppan unterwegs ist, kann ihnen immer wieder begegnen. Den Leuten, die links neben dem Spielplatz parken, den Tankdeckel öffnen und ihr Auto mit einem Kabel an die Zapfsäule anschließen. „Wir waren eine der ersten Gemeinden, die eine Elektroladestation in Südtirol eröffnet hat“, erklärt Philipp Waldthaler stolz. Der Gemeindereferent und Präsident des Tourismusvereins Eppan ist sich sicher, dass die Gemeinde Eppan in Sachen Klimaschutz bereits immer ein Vorreiter war. Neben den Ladestationen für Elektroautos wurden einigen Bürgern bereits vor geraumer Zeit kostenlose Klimahaus-Checks zur Verfügung gestellt und auch was das Bauwesen betrifft, hat Eppan immer darauf geachtet, Klimahaus-konform zu bauen.

 
 

Der KlimaLand Plan sieht vor, dass der CO2-Ausstoß pro Einwohner in Südtirol bis 2050 auf 1.5 Tonnen reduziert werden soll. 90% des Energieverbrauchs sollen dafür mit lokalen und klimafreundlichen Energiequellen gedeckt werden.

Nun hat die Gemeinde nochmal einen Zahn zugelegt, um die Klimastrategie des Landes Südtirols im Kleinen weiterzuverfolgen. Seit Sommer 2016 darf sich Eppan daher stolz KlimaGemeinde nennen. Um nachhaltige Konzepte in Zukunft besser umzusetzen, wurde dafür nicht nur eine Basisvereinbarung mit der KlimaHaus Agentur in Bozen unterzeichnet, sondern auch ein EnergyTeam gegründet. Diese Gruppe von Mitarbeitern der Eppaner Gemeinde soll die Bevölkerung konkret in das Projekt miteinbeziehen. So sollen BürgerInnen dazu motiviert werden, selbst Initiativen zu starten und auch zu überprüfen, ob die Entscheidungen der Politik stets nachhaltig und klimafreundlich getroffen werden. „Wir unterstützen alle Initiativen unserer Bürger, die mit den Themen alternative Energie oder Elektromobilität zu tun haben“, erklärt Waldthaler, „das ist nämlich eine Haltung, die man als Gemeinde annimmt“. Im Laufe des Programms wird außerdem eine langfristig kommunale Energie- und Klimastrategie entworfen.

Konkret wird die Gemeinde Eppan in Sachen Klima nach einem Maßnahmenkatalog handeln, dessen Ziele und Vorgaben von der EU festgesetzt sind. Diese reichen von der Energieeffizienzsteigerung öffentlicher Gebäude und Anlagen über die Optimierung der Ver- und Entsorgung bis hin zu nachhaltigen Mobilitäts-Konzepten und der Sensibilisierung der Bürger. Bisher steht Christine Romen diesen als Klimaberaterin der Gemeinde für jegliche Fragen und Anregungen in einer eigenen Klima-Sprechstunde zur Verfügung. „Und als weiteres Projekt können Ende November in Eppan für drei Wochen lang Elektroautos von der Firma Tesla getestet werden“, ergänzt Waldthaler. Natur, Umweltschutz und Klima sollen so nach und nach mit immer neuen Projekten in den Köpfen der Bürger verankert werden. „Auch wenn die Bemühungen von außen nicht immer sichtbar sind, wird hinter den Kulissen viel dafür getan“, betont Waldthaler.

Durch den Beitritt zum Programm kann sich die Gemeinde Eppan nun auch mit anderen KlimaGemeinden europaweit vergleichen und so feststellen, wo Verbesserungspotenzial besteht.

Wenn Sie bereits jetzt Ideen und Anregungen haben, können Sie sich jederzeit in der Gemeinde oder bei unserer Klimaberaterin Christine Romen melden. (romen@energieforum.bz)

Untenstehend ein Video zur E-Mobilität in Südtirol, mit einem Beitrag aus der KlimeGemeinde Eppan ab Minute 22:00.

 
 
Veröffentlicht am 14.11.2016
 
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