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Das Urgestein

Ansprechpartner, Seelsorger und Wanderführer. Kein anderer kennt die Aufgaben eines Dorf-Kaufmannes besser als Werner Schmid. Seit über 30 Jahren ist er in diesem Geschäft tätig.
 
Vom mächtigen Zwiebelturm der Kirche von St. Pauls | Eppan schlägt es halb neun. Frauen eilen mit ihren Einkaufskörben durch die Gassen, Traktoren rattern über das holprige Pflaster durchs Dorf, im Dorfcafé treffen sich die ersten Runden zum allmorgendlichen Kaffeeplausch. Werner Schmid sperrt um diese Zeit seinen Laden im Herzen von St. Pauls auf. Er kennt das Dorf wie seine Westentasche, ist nicht nur für die geschichtlichen Führungen in den urigen Gassen zuständig, sondern führt seit 1981 zusammen mit seiner Frau auch die Paulser Kunststube: ein Geschäft, das Antiquitäten und Kunsthandwerk verkauft. Gleich wie sein Besitzer ist dieses Geschäft nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die zahlreichen Stammkunden unter den Urlaubern nicht mehr aus dem Dorfbild wegzudenken.

Einzigartige Qualität
Inmitten von Bilderrahmen, Polstern und fein gehäkelten Decken sitzt Werner Schmid auf seinem urigen Holzstuhl. Er trägt Hemd, eine grüne Samtweste und darüber ein Jackett aus grünem Lodenstoff. Wenn er an die Anfänge seines Geschäftes zurückdenkt, runzelt er nachdenklich die Stirn. „Vor 30 Jahren gab es noch mehr Geschäfte in St. Pauls, mittlerweile sind viele nach St. Michael gezogen oder mussten notgedrungen schließen“, sinniert Schmid, der eigentlich gelernter Optiker ist. Die vergangenen Krisenjahre seien nicht nur für die großen Geschäfte in der Stadt, sondern auch für die kleinen Läden im Dorf nicht einfach gewesen. Weil die Uhren auf dem Land jedoch immer noch etwas langsamer ticken und man mit dem Stress hier noch etwas anders umgeht, schätzen die Menschen Geschäfte wie die Paulser Kunststube nach wie vor. „Hier im Dorf nimmt man sich nicht nur Zeit für die  Sorgen, Nöte und Freuden der Bevölkerung, sondern auch für den einen oder anderen Wandertipp für so manchen Urlauber. Das schätzen die Menschen“, weiß der 64-Jährige. Fachkompetenz, Freundlichkeit und Kommunikation sind nach Schmid die Qualitäten, die den Kaufmann vom Land auszeichnen.
 
 
 
Die Facetten der Nahversorgung
Neben der Kommunikation zählt für einen Kaufmann wie Werner Schmid vor allem auch die Bodenständigkeit. Sieht man ihn in seinem Laden sitzen, mit den Kunden plaudern oder mit dem Geschäftsnachbarn schnell auf einen Kaffee eilen, weiß man, was den Einkauf im Dorf so reizvoll macht. Ein Spaziergang durch urige Gassen, ein Kaffee, das Stöbern in den kleinen Läden – dieses besondere Feeling lassen sich viele Kunden aus nah und fern nicht entgehen. Der Stadt mit ihren Kaufhäusern steht das Dorf also in nichts nach. „Im Gegenteil“, meint Schmid, „die Gemeinde Eppan mit ihren zahlreichen Dörfern sind imstande, jeden Bedarf zu decken.“ Nahversorgung bedeute dabei nicht, die Menschen nur mit Nudeln und Reis zu versorgen. „Im gemütlichen Dorfladen gibt es vom Blumenstock über das Schuhband bis zum Spezialkleber wirklich alles – und dazu das Gespräch mit dem Kunden. Nahversorgung hat nicht nur alles, sondern ist eben alles“, schmunzelt der erfahrene Kaufmann.


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Veröffentlicht am 10.02.2016
 
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