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Ein Abend im Zeichen des Schaumweins

Die Bunker-Night der Kellerei St. Pauls jeden Freitag im September und Oktober ist genau das Richtige für Genießer und Interessierte am prickelnden Tropfen.
 
Es ist bereits dunkel als wir uns mit einer Gruppe von 10 Personen zusammen mit unserem Guide Evelin auf den Weg machen. Der Weg führt uns weg vom Zentrum von St. Pauls | Eppan, hinaus in die Weinberge, immer dem Schild der Praeclarus-Sektkellerei folgend. Schließlich kommen wir an einem unscheinbaren Bauernhaus an. Es ist schwer vorzustellen, dass sich unter unseren Füßen der so bekannte Sekt der Kellerei St. Pauls befinden soll.

Noch bevor wir uns in die Tiefen zu den prickelnden Schätzen begeben, erzählt uns Evelin, was es mit dem Bunker auf sich hat. Erbaut im Jahr 1937/1938 gehört der Praeclarus- Sektbunker zu einer Linie von insgesamt 67 Bunkern, die von Missian | Eppan bis zum Mitterberg und weiter verlaufen. Sie waren im 2. Weltkrieg als Verteidigungslinie gedacht und waren teilweise unter der Erde oder als Bauernhäuser getarnt.
 
 
 
Im Jahr 1979 wurde dann die Marke Praeclarus gegründet und der Sekt im Bunker deponiert. Was zunächst als Lösung aufgrund von Platzmangel gedacht war, erwies sich schon kurze Zeit später als wahrer Glücksgriff: Durch die konstante Raumtemperatur und die Dunkelheit kann der Sekt besonders gut reifen.
Evelin erklärt uns, dass der Name Praeclarus aus dem Lateinischen kommt uns so viel wie glänzend oder herrlich bedeutet. Seit die Kellerei St. Pauls mit ihrem jetzigen Kellermeister Wolfgang Tratter die Marke im Jahr 2005 übernahm, hat sie außer dem Namen mit dem ehemaligen Produkt nichts mehr gemeinsam. Der Sekt präsentiert sich nun in neuer Aufmachung, außerdem erfolgte eine qualitative Aufwertung des Schaumweins.

​Der Sekt nennt sich mit vollem Namen PRAECLARUS Cuvée St. Pauls Brut. Grundlage sind hierbei ausschließlich Trauben des Chardonnay, der in Toplagen oberhalb von St. Pauls gedeiht. Die Trauben werden dann einige Zeit vor der vollen Reife geerntet, um den Säuregehalt des späteren Sekts zu gewährleisten. Der so entstehende Grundwein wird in der Kellerei in großen Holzfässern mindestens ein Jahr lang gelagert und dann in Flaschen zusammen mit Hefen und Traubenmost, genannt Tirage, abgefüllt. Das Besondere dabei ist, dass kein herkömmlicher Zucker hinzugegeben wird.

Die Flaschen werden dann mindestens 48 Monate hinter den dicken Mauern des zweistöckigen Bunkers gelagert. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Flasche um Flasche zu fein säuberlichen Gebilden aufgeschichtet wurden, um den Sektgrundwein bei einer konstanten Temperatur von 12 Grad Celsius auf der Hefe reifen und gären zu lassen, ganz gemäß dem klassischen Verfahren der Sektherstellung, nach dem die Kellerei verfährt.

 
 
Nach Ablauf der 48 Monate kommen die Flaschen auf das sogenannte Rüttelpult, wo sie per Hand täglich um ein Viertel gedreht werden. Dieser Vorgang, genannt Remuage, ist nötig, um die abgestorbenen Hefen nach vorne in den Flaschenhals zu bewegen.
Dann, nach über vier Jahren, ist der Sekt endlich zum Genuss bereit. Die lange Lagerung und der bedachte Umgang mit dem Reifeprozess und der Gärung sind in jedem Tropfen spürbar.
Da der Chardonnay selbst bereits über einen geringen Säuregehalt verfügt, hat der fertige Sekt eine sehr feine, angenehme Perlage, die den Geschmack nicht schmälert. Evelin macht uns darauf aufmerksam, dass der Sekt vom Geruch und auch im ersten Moment im Mund stark an Honig erinnert. Der vollmundige reife Geschmack, genannt Brotkrume, macht schnell Lust auf mehr und auch die eigens angefertigten Gläser tun dem Genuss sicherlich keinen Abbruch.
Schließlich entlässt uns Evelin mit dem Leitspruch der Sektkellerei Praeclarus: „Wer genießen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse!“ (Salvador Dalí)

>>Neugierig geworden? Hier finden Sie alle Details zur Bunker-Night!
 
 
Veröffentlicht am 12.10.2016
 
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