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Einblicke in die mittelalterliche Wohnkultur auf Schloss Moos Schulthaus

Auf dem Programm von Schloss Moos Schulthaus während der Castelronda stehen Sonderführungen, Führungen in der Rosengartenkapelle, eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst, Musikalisches von der Steinzeit zum Barock und vieles mehr...
 

Das Schloss Moos Schulthaus in Eppan an der Weinstraße

Bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaute das Geschlecht der Rottenburger oberhalb des Eppaner Ortsteils Pigenó einen romanischen Wohnturm. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Turm zum gotischen Jagdschloss erweitert und ausgebaut. Nach dem Aussterben derer von Rottenburg 1410, gelangte das Ensemble zunächst an die Landesfürsten und später als vererbbares Lehen an jene von Firmian und um 1500 an die Grafen Spaur, welche den Jagdsitz weiter ausbauten. Als Burgherren folgten die Gerstl von Gerstburg, bis etwa 1600 jene von Tann und schließlich Eustachius Lanser, worauf Moos durch Heirat an die Edlen von Schulthaus überging, die den Besitz bis Mitte des 19. Jahrhunderts innehatten.

Dieser rege Besitzerwechsel und die damit einhergehenden baulichen Maßnahmen bewirken ein besonderes Zusammenspiel miteinander verbundener Bauteile, verschachtelter und auf unterschiedlichen Niveaus liegender Räumlichkeiten und nicht zuletzt der Stilmerkmale verschiedener Epochen. 1958 kaufte der Bozner Kaufmann und Kunstförderer Walter Amonn den bis dahin bäuerlich genutzten Komplex, ließ ihn aufwändig restaurieren und mit Kunstgegenständen verschiedener Epochen, sowie volkskundlichem Kunsthandwerk ausstatten und machte den Komplex 1985 im Rahmen der „Stiftung Walter Amonn“ schließlich der Öffentlichkeit zugänglich. Sehenswert ist vor allem die besondere Freskierung der Räumlichkeiten, die ein einmaliges Beispiel profaner Wandmalerei der Gotik bilden und Einblick in Leben und Denken der damaligen Zeit geben: Rankenwerk, Granatäpfel und ein Einhorn im Gemach der Hausherrin, die so genannte „Verkehrte Welt“ mit Katzen- und Mäusekrieg oder Phallusbaum, Gaukler und Spielleute in der Empfangshalle, Jagdszenen oder Schwankdarstellungen für die zumeist männliche Jagdgesellschaft. Entspricht die Möblierung auch nicht der Originalausstattung, vermittelt sie doch den Eindruck mittelalterlicher Wohnkultur mit Renaissanceschlafzimmer, spätgotischer Stube oder gotischer Rauchküche

 
 
 

Das Schloss befindet sich auf der Rückseite des Gleifhügels am Ende des Pigenóer Weges, oberhalb der Schlösser Gandegg und Englar in Pigenó in St. Michael Eppan, nahe der Abzweigung des Fußweges zu den Eislöchern beim Gasthof Stroblhof. Das Schloss ist auch über die Bergstraße und Bad Turmbach zu erreichen. Markierte Wander- und Radwege sind besonders zu empfehlen, da der Besucher so einen besonderen Einblick in das Gebiet rund um Schloss Moos-Schulthaus mit den Schlössern Englar und Gandegg, sowie den Pigenoer Ansitzen erhält.


PROGRAMM CASTELRONDA AUF SCHLOSS MOOS-SCHULTHAUS

Freitag, 5. Juni
10, 11, 15, 16, 17 Uhr:
geführte Besichtigungen

Samstag, 6. Juni
10, 11 Uhr:
geführte Besichtigungen und Führung durch die Sammlung Walther Amonn, zeitgenössische Tiroler Kunst.
15 Uhr:
Märchenhaftes Schloss, Leni Leitgeb erzählt Geschichten rund um die besondere Bilderwelt: „Jorinde und Joringel und andere Schlossgeschichten“, Programm für Kinder und Familien (geeignet für Kinder ab dem Grundschulalter)
18 Uhr:
„Die süßen Früchte der Liebe“ bzw. „Wie Mann und Frau zueinander fanden“, Programm für Erwachsene

Sonntag, 7. Juni
10, 11, 15, 16 Uhr:
geführte Besichtigungen
15, 16 Uhr:
Führung durch die Sammlung Walther Amonn, zeitgenössische Tiroler Kunst.
17 Uhr:
Märchenhaftes Kino, „Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte“, ca. 85 Min. (Der Kinofilm aus dem Jahr 2013 wurde auf verschiedenen Südtiroler Burgen gedreht).

Eintritt: € 7,00 Erwachsene, € 15,00 Familienkarte
 
 
Veröffentlicht am 08.05.2014
 
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