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eppanBike | Eva Lechner Day

eppanBike | Days - Radevent mit der Weltbesten!
 

Keine Geringere als Eva Lechner wird als Testimonial der eppanBike | Days in Eppan fungieren. Die Mountainbikerin Lechner ist seit mehreren Jahren absolute Weltspitze und eine waschechte Eppanerin. Die 29-Jährige bestreitet rund um den Globus Weltcuprennen, trainiert jedoch immer noch am liebsten in ihrer Heimatgemeinde. „Die Landschaft hier ist wie geschaffen, um mit dem Rad entdeckt zu werden – sei es für Urlauber wie auch für Athleten wie ich es bin“, weiß die erfolgreiche Sportlerin. Am 20. April können alle Interessierten mit Eva auf Tour gehen und sind abends zum Profi-Talk mit der Sportlerin eingeladen.

„Volle Pulle voraus”
Im Höllentempo geht es den Kurs, einen engen Waldweg, bergab. Hervorstehende Wurzeln, tückische Steine und plötzliche Zick-Zack-Wendungen kennzeichnen die Trasse. Die Bäume fliegen links wie rechts vorbei. Balancieren, springen, Tempo drosseln und wieder Vollgas. Genau so liebt es Eva: anspruchsvoll und viele Rhythmuswechsel. Genau das macht diesen wilden Ritt packend. Scheinbar mühelos, wie geübte Springreiter, jagt sie mit ihrem schwarzen Colnago Rock über die Hürden. Nur handelt es sich dabei nicht um ein Rennpferd, sondern um ihr Mountainbike. Keine Pferdestärken, sondern Dynamit in den eigenen Beinen, eine im Akkord arbeitende Lunge und der Blick auf die Hindernisse fokussiert. Dennoch wird ihr eine nasse Wurzel zum Verhängnis. Vorder- und Hinterrad vollführen einen kuriosen Tangoschritt und Eva gerät in extreme Schieflage. Wäre eigentlich nicht weiter der Rede wert, wenn nicht unmittelbar dahinter diese improvisierte Holzbrücke stehen würde. Es kommt, wie es kommen muss: Eva verliert die Balance und stürzt Hals über Kopf über die Brücke zwei Meter die Böschung hinab. Autsch und verdammt. Sie schüttelt sich kurz, beäugt mit prüfenden Blicken ihr leicht ramponiertes BikeShirt und ärgert sich. Aber nur kurz. Für Selbstmitleid oder gar Schmerzempfinden fehlt schlichtweg die Zeit. Nach dem Rennen wird’s weh tun. Jetzt gehts wieder flugs rauf auf den markierten Kurs und weiter. Sie befindet sich gerade in einem der besten Weltcup-Rennen.

Talent, Kraft, Glaube
Eva Lechner zählt zur Weltspitze im Mountainbike. Sie ist mehrfache Italienmeisterin und hat eine Vielzahl von Rennen gewonnen. In der Staffel wurde sie Europa- und Weltmeisterin, hat drei Weltcupsiege eingefahren und holte im September 2011 Bronze bei den Weltmeisterschaften im Cross Country in Champery, Schweiz. Zudem ist Eva Lechner Vizeweltmeisterin im Radcross und hat die MTB-Saison 2013 als Weltranglisten-Erste beendet.
„Natürlich ist Mountainbiken auf diesem Niveau ein knallharter Sport, bei dem man sich kontinuierlich am Limit bewegt und Qualen automatisch dazugehören. Aber ich liebe meinen Sport und danke Gott, dass er mir dafür das Talent gegeben hat“, sagt sie. Eva ist ihr Glaube wichtig. Daraus schöpft sie Kraft und Zuversicht, was sich besonders im Sommer bezahlt macht, wenn sie von einem Austragungsort zum nächsten eilt, die Rennen ihren Tribut fordern und die Strapazen spürbar werden. Ebenso wichtig sind die Ruhephasen zwischen den Bewerben, um Körper und Geist die unverzichtbare Regeneration zu gönnen. Wie etwa nach dem halsbrecherischen Etappenrennen „Cape Epic“ in Südafrika, als sie im Gespann mit der Schweizer Mountainbikerin Nathalie Schneitter an acht Tagen 707 Kilometer und 14.500 Höhenmeter bewältigte. Rund vierzig Stunden saßen die beiden Athletinnen im Sattel. Zur sportlichen Herausforderung gab es Übelkeit, Schwächeanfälle, Blessuren und jede Menge technische Probleme gratis dazu. Sechs der acht Etappen konnten die beiden Athletinnen für sich entscheiden.

 
 
 
Eva Lechner Day am 20. April 2015 - Entdecke mit Bike-Profi Eva Lechner Eppan auf zwei Rädern! Mit von ihr geführter Tour und Profi-Talk am Abend. Anmeldung erforderlich.

Erholung in den Wäldern
Nach Abenteuern wie jenen ist es gut, wenn man ein sicheres Zuhause und die eigene Familie im Hintergrund weiß. Und daheim in einer vertrauten Umgebung die Batterien neu aufladen kann. Praktisch vor ihrer Haustüre breitet sich ein riesengroßes Trainingsgelände aus. „Der Montiggler Wald in meinem Eppan ist ideal für mich, weil er so vielfältig und groß ist, sich also anspruchsvolle mit einfachen Wegen abwechseln“, sagt sie. Immer wieder aufs Neue vermag sie dort abzuschalten, einfach die Landschaft einzuatmen und „kurze Reize“ zu setzen. Kurze Reize? Im Fachjargon einfach kurze, aber knackige Anstiege, um die Leistungsgrenze konstant hoch zu halten oder, noch besser, ein kleinwenig nach oben zu verschieben. Tausende Male war sie in diesen weitläufigen Wäldern unterwegs, hat bei den Montiggler Seen innegehalten, die verschiedenen idyllischen Aussichtspunkte anvisiert und im weit verzweigten Wegenetz immer wieder neue Routen abgestrampelt. Gerne trainiert sie auch in den steilen Lagen von Eppan-Berg und Perdonig oder fährt auf den Mendel- und Gampenpass, dann aber mit dem Rennrad. Neben den landschaftlichen Vorzügen preist Eva vor allem das milde Klima ihrer Heimatgemeinde: „Man kann hier zu jeder Jahreszeit einen Ausflug mit dem Rad machen und das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit.“ So erkundet sie auch gerne mit ihren Teamkolleginnen die Umgebung, ganz ohne Hektik und Rennstress. Regenerieren, abschalten, das Tempo herausnehmen können ist auch für Leistungssportlerinnen eine unverzichtbare Maxime. Wer von seinem Körper Topleistungen fordert, muss ihm auch Gutes tun. Ruhephasen, Gelassenheit und meditatives In-Sich-Gehen gehören klarerweise dazu. Damit die Anstrengungen verarbeitet werden und neue Motivation entstehen kann. Und ein Feuer weiterbrennt, das seit Evas Anfängen nie mehr erloschen ist.

Keine Überdosis Sport
In ihrer Kindheit übte Eva Ballettschritte, versuchte sich in der Leichtathletik und im Handball ehe sie ihre Leidenschaft für das Rad entdeckte. Mit zarten 15 Jahren erwarb sie mit dem ersten eigenhändig verdienten Geld ihr erstes Mountainbike. Ein halbes Jahr später schloss sie sich einer Trainingsgruppe an. Der Trainer bescheinigte ihr sogleich Talent, sie bestritt die ersten Rennen, wurde in den Südtiroler Landeskader aufgenommen. Bereits im ersten Jahr fuhr sie allen Konkurrentinnen auf und davon und holte den Italienmeistertitel in ihrer Kategorie. Sie war sich absolut sicher: Mountainbike ist mein Sport. Nicht umsonst hatte sie schon als Kind davon geträumt, einmal bei Weltmeisterschaften teilnehmen zu dürfen. „Meine Eltern ließen mich einfach gewähren und das war gut so. Ich fühlte mich nie unter Druck gesetzt und blieb wohl auch gerade deshalb mit Begeisterung bei der Sache“, blickt sie zurück. Viele einstige Weggefährten aus dem Landeskader haben mittlerweile die Freude am Sport verloren. Oft wollen die Eltern den Erfolg ihrer Schützlinge mehr als diese selbst – Projektionen des eigenen Egos gewissermaßen. Das gehe oft nach hinten los, denn die anfängliche Begeisterung schlage dann recht bald in Desinteresse oder gar jugendliche Rebellion um, weiß Eva. Davon fehlte bei ihr jegliche Spur. Auch heute sind die Rennen, Erfolge und das Rampenlicht nicht die alles dominierenden Themen in der Familie. Natürlich wird daheim über die Rennen gesprochen, aber mit Maß und Ziel. Darüber ist die Top-Athletin sehr froh, denn daheim wolle sie lieber ein halbwegs normales Leben führen und nicht ständig eine Überdosis Sport verabreicht bekommen. Ganz nach dem Motto: Den goldenen Mittelweg suchen und bewahren.

 
 
Veröffentlicht am 19.01.2015
 
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