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Frühes Frühlingserwachen

In Eppan beginnt der Frühling früher als sonst wo in Südtirol. Die Temperaturen steigen, die Sonne lächelt mit den Einwohnern um die Wette, die Landschaft verwandelt sich in ein Blütenmeer, und schon im Februar beginnt ein farbenprächtiges Naturschauspiel im Frühlingstal.

 

Ende Februar: Rundherum dominiert noch mattfahles Graubraun. In Eppan kündigen bereits erste Blüten die verheißungsvollste aller Jahreszeiten an. Mitte März: Rundherum schneebedeckte Bergketten und eine mehr oder weniger unerbittliche Quecksilbersäule. In Eppan klettert das Thermometer schon gerne auf 15 Grad, manchmal gar höher. April: Rundherum scheint die Natur weitestgehend noch im Winterschlaf. In Eppan hingegen wähnt man sich im Garten Eden – die Apfelblüte erreicht ihren Höhepunkt. Die besonderen klimatischen Bedingungen und die nördlichen Ausläufer mediterraner Vegetation machen es möglich, dass der Frühling sich hier früher niederlässt als man es für möglich halten würde.

Phänomen Frühlingstal. Ein Phänomen, das Besucher aus ganz Südtirol anlockt, trägt sich im Montiggler Wald zwischen den beiden Montiggler Seen und dem Kalterer See zu: Gelbe Primeln, weiße Märzenbecher, violette Leberblümchen, blaue Krokusse und Schlüsselblumen recken sich gen Himmel – ein bunter natürlicher Fleckerlteppich erfreut die Gemüter nach den rauen Wintertagen. Mittendrin schlängelt sich das beschauliche Rinnsal des Angelbachs südwärts. Zwischen Ende Februar und Anfang März schickt der Frühling seine ersten Vorboten in den Montiggler Wald. Warum ausgerechnet hierher? Das Frühlingstal liegt in einer sumpfigen Mulde und ist nach Süden hin geöffnet, sodass es einerseits geschützt ist, doch gleichzeitig auch die ersten milden Südwinde hereinströmen können. Der beinahe fünf Kilometer lange, weitgehend flache Weg kann in etwa eineinhalb Stunden durchwandert werden. Wie man sich denken kann, ist das Frühlingstal als Biotop ausgewiesen. Also: Pflücken verboten, Genießen aber wärmstens empfohlen!

 
 
 

Ein Phänomen, das Besucher aus ganz Südtirol anlockt, trägt sich im Montiggler Wald zwischen den beiden Montiggler Seen und dem Kalterer See zu: Gelbe Primeln, weiße Märzenbecher, violette Leberblümchen, blaue Krokusse und Schlüsselblumen recken sich gen Himmel – ein bunter natürlicher Fleckerlteppich erfreut die Gemüter nach den rauen Wintertagen.

Phänomen Apfelblüte. Doch der gesamte Montiggler Wald bietet auf rund 100 Hektar Fläche eine immense pflanzliche Vielfalt: Fichten, Tannen, Föhren und Flaumeichenbüsche werden von Kastanien, Buchen und Linden durchmischt. Wer indessen vom Wald in die Kulturlandschaft kommt, trifft auf ein bunt duftendes pflanzliches Spektrum: wild wachsende mediterrane Kräuter, Rosen in allen Variationen bis hin zu Pfirsichbäumen und Kiwilauben. Doch Moment: Wir waren gerade eben noch beim Frühling. Anderswo mag im April die regennasse Tristesse regieren, in Eppan haben x-Tausende Apfelbäume die schneeweißen Blüten ausgetrieben. Die Fahrt entlang der Weinstraße gleicht einem sanften Ritt auf der Via Nuvolosa, einer von Wolken gesäumten Straße. Träumen ist jetzt allemal erlaubt, zumal die Quecksilbersäule gerne 20 Grad anzeigt. Dazwischen lugt der gelbe Löwenzahn hervor. Bienen summen, Vöglein zwitschern, ja selbst die Menschen turteln vergnügt. Das Leben verlagert sich zusehends ins Freie: Die Tage werden länger, man begegnet einander auf den Dorfplätzen und in den Gassen, gerne wird hier ein Häppchen aufgetischt und dort ein fruchtig-leichter Weißwein genossen. Kein Problem, wenn man daheim zufällig mal die Jacke vergisst. Wer will nun noch einen Gedanken an den Winter verschwenden?
 
Phänomen Parkanlagen. Auch weil sich Eppan auf einem Gebiet zwischen 240 und rund 1000 Höhenmetern erstreckt, sich sanfte Hügel mit steileren Wänden abwechseln, Sonne, Wind und schattige Fleckchen zusammenspielen und darüber hinaus verschiedene Bodenarten vorkommen, zeigt die Vegetation eine erstaunliche Vielfalt und Wandlungsfähigkeit. Wer aufmerksam in die Landschaft blickt, dem erschließt sich alsbald ein schier unergründliches Farbenspektrum aus Grün und Blau, kontrastiert von leuchtenden Rot- und Gelbtupfern und ergänzt vom reinsten Weiß der Apfelblüte und manch frischem Mauerwerk.
Prunkvoll wirken indessen die einladenden Parkanlagen vieler Schlösser und Ansitze, beispielsweise bei Schloss Gandegg, dem Ansitz Wickenburg, bei der Zinnenburg, dem Ansitz Tschindlhof oder Schloss Englar. Insbesondere von den mächtigen alten Bäumen geht eine über die Dekaden konservierte Energie, eine urtümliche Strahlkraft, aus. Zedern, Linden, Buchen, Ahornbäumen und den riesenhaften Mammutbäumen scheint das Rad der Zeit nichts anzuhaben. Orte der Besinnung, Orte der Kraft. Hier tröpfeln die Stunden, Tage und Jahre gemächlich dahin, hier lässt es sich beruhigt innehalten, hier kann man beruhigt zu sich kommen und seine Gedanken weit schweifen lassen, bis hinein in den nächsten Frühling.
 
 
 
 
 
Veröffentlicht am 08.01.2015
 
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