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Andreas Thiel

Politisch kritisch und messerscharf | "Der Humor"

 
 

Andreas Thiel | Eppan Humor Festival

„Die Show ist ein flammendes und wortgewandtes Plädoyer für Denkfreiheit von einem, der sich durch niemanden den Mund verbieten lassen will, weder durch Politiker noch durch tote Propheten.“
(Der Landbote, Winterthur)
Andreas Thiel ist vielleicht der schwärzeste Politsatiriker der Schweiz, gleichzeitig aber auch ein poetischer Schwärmer. Seine Sprache ist messerscharf und seine Texte sind philosophisch und frech. Der Intellekt ist seine erogene Zone, die Sprache sein Laufsteg und Charme und Eleganz sind sein Kostüm. Das Wort ist ihm Waffe und Spielzeug zugleich. Am Freitag, 15. Juni begeistert er die Besucher beim Eppan Humor Festival mit seinem Programm "Der Humor". Darin geht er der Frage nach, was Humor eigentlich ist. Was ist überhaupt noch lustig? Und ist Political Correctness ein Synonym für Humorlosigkeit? Ein Programm, das unter Morddrohungen entstanden ist und vielleicht sein letztes sein wird. Warum das so ist? Schauen Sie es sich an...
 
 
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"DER HUMOR"
Eine der selten gewordenen liberalen Stimmen zu diesem Programm


«Die Show ist ein flammendes und wortgewandtes Plädoyer für Denkfreiheit von einem, der sich durch niemanden den Mund verbieten lassen will, weder durch Politiker noch durch tote Propheten. Denn: «Das Gegenteil von Humor ist nicht die Ernsthaftigkeit, sondern die Empörung.» Political Correctness ist für Thiel die Rache der Humorlosen. Humor dagegen ist Distanz. Einer, der sich selbst zu ernst nahm und dafür in Thiels Programm gefoppt wird, ist Roger Schawinski. Jede Namenserwähnung löst im Saal Gelächter aus.
Thiel stellt in seinem Buch neun universelle Mechanismen vor, die Lachen auslösen. Im Falle Schawinskis sind es Schadenfreude und Wiedererkennung. Denn, so Thiel, Lachen hat nichts mit Humor zu tun. Lachen ist eine fast mechanische Entladung von Spannung und findet auf der Gefühlsebene statt. Humor ist dazu nicht notwendig. Diesen siedelt Thiel vielmehr auf der Ebene des Intellekts an: Es ist die geistige Beweglichkeit, die es erlaubt, heiter lächelnd auch die andere Seite der Dinge zu sehen. Ziemlich viel Theorie für einen bunten Abend. Aber Thiel zelebriert, Champagner schlürfend, amüsante Praxisbeweise. Groteskes wie eine Meditation über Hitlers Herz-Chakra hat ebenso Platz wie die Technik der Überforderung: Thiel rezitiert, ohne die Wimper zu verziehen, den Klappentext des St. Galler Managementmodells, ein Konglomerat leeren Wichtigtuer-Jargons, bis die Zuschauer hilflos kichern. Nur den Sumpf der Peinlichkeit und der Schamgrenzenverletzung lässt er links liegen: «Als Satiriker arbeitet man so weit über der Gürtellinie, dass die Luft dünn wird.»

Ein Vorzeigeliberaler übt Kapitalismuskritik
Die Politiker-Parodien, wie man sie auch aus den «Weltwoche»-Kolumnen kennt (Muster: Thiel interviewt fiktiv linke und Mitte-Politiker und behält natürlich die Oberhand), haben im aktuellen Programm weniger Platz als sonst. Thiel bleibt grundsätzlicher, und das steht ihm gut. Wortgewandt und feingeistig war er immer, doch diesmal wirds stellenweise philosophisch. Wenn auch auf eine leichtfüssige Art, denn Ernsthaftigkeit und Humor schliessen sich nicht aus, sie bedingen sich ein Stück weit geradezu.
Thiel bleibt die Antwort nicht schuldig, was er denn als Gegengewicht zu den Auswüchsen der von ihm so hochgehaltenen Freiheit sieht: Moral, und zwar im durchaus religiösen Sinn. Ausgerechnet von ihm, dem Jaguar fahrenden Linkenfresser, kommt daher im zweiten Programmteil eine der entlarvendsten und geistreichsten Kritiken des Kapitalismus. Die heitere Erkenntnis: Was wirklich glücklich macht, kostet nichts.»

Michael Graf, Der Landbote, Winterthur

ANDREAS THIEL
Satiriker, Buchautor und Kolumnist

Andreas Thiel ist vielleicht der schwärzeste Politsatiriker der Schweiz, gleichzeitig aber auch ein poetischer Schwärmer. Seine Sprache ist messerscharf und seine Texte sind philosophisch und frech. Der Intellekt ist seine erogene Zone, die Sprache sein Laufsteg und Charme und Eleganz sind sein Kostüm. Das Wort ist ihm Waffe und Spielzeug zugleich.

Andreas Thiel (*1971 in Bern), lebt als Satiriker & Kolumnist in der Schweiz. Schon in den Achtzigern fiel der Gymnasiast Thiel in Solothurn auf durch eine explosive Mischung aus überbordender Fantasie und Respektlosigkeit, die er als Kellner im Restaurant Fuchsenhöhle nach dem Vorbild des stadtbekannten Wirtes Ruedi Spillmann generös, aber liebevoll gegen die Welt einzusetzen lernte. Nach dem Rauswurf aus dem Gymnasium absolvierte Thiel eine Bauzeichnerlehre, um gleich nach dem Lehrabschluss ins Bühnenfach zu wechseln. Es folgten Ausbildungsjahre in Akrobatik, Tanz, Theaterimprovisation, Gesang und Sprecherziehung, unter anderem bei Anneliese Fackler, Paul Weilenmann und Desmond Jones. Später vertiefte Thiel bei seinem Mentor Christof Stählin die Rhetorik und das poetische Schreiben. Nebenbei arbeitete er als Kellner, Nachtwächter und Fahrradkurier. Seit 1997 war Andreas Thiel mit diversen literarischen und politischen Bühnenprogrammen auf der halben Welt unterwegs, trat in Radio- und Fernsehsendungen auf, schrieb und zeichnete für diverse Schweizer Presseerzeugnisse und wurde für seinen scharfen Blick und seine spitze Feder vielfach ausgezeichnet.

Preise: Salzburger Stier, Schweizer Kleinkunspreis, Prix Walo, Prix Pantheon, Humorfüller, Prix Cornichon, Swiss Liberal Award, Deutscher Kabarettpreis, Schweizer Preis der Freiheit.
 
 

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