Ausflug Müstair und Marienberg

Führerinnen von Hocheppan machen einen Ausflug in die Wiege der Künstler, in die Klöster Müstair und Marienberg
 

Mit großer Freude erklären wir in regelmäßigen Abständen im Wechsel Besuchern aus den verschiedensten Ländern der Welt die wunderbaren, kunstvollen und äußerst gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert der Kapelle von Hocheppan.

Die Innenwände der Kapelle sind vollkommen ausgemalt und zeigen an der Ostwand in 3 Apsiden die Mutter Gottes mit Jesus, das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen, Jesus bei der Übergabe der Gebetsrolle an Paulus und den Schlüssel an Petrus, sowie die beiden Johannes, der Täufer und der Evangelist. Über den 3 Apsiden befindet sich der heilige Bogen, Jesus umgeben von den 12 Aposteln.
An den Seitenwänden und der Westwand ist in klarer gut verständlicher Bildfolge das neue Testament dargestellt, von der Verkündigung des Erzengel Gabriels zu Maria, bis zur Auferstehung Jesu. Besonders sympathisch und mittlerweile berühmt ist die 1. Darstellung der Südtiroler Knödel.

Wir wissen, dass die Künstler vor ca. 800 Jahren den Weg hierher aus den Klöstern Müstair in der Schweiz und Marienberg im Obervinschgau gefunden haben, um im Auftrag des Eppaner Grafen, Ulrich III., diese kleine Kapelle von Hocheppan auszumalen. Wie neugierig waren wir, diese Stätten kennenzulernen und dort die Wandmalereien mit denen aus der Kapelle von Hocheppan zu vergleichen.

Unsere Kollegin, Judith Mittelberger, eine Kunsthistorikerin, organisierte 2 sehr professionelle Führungen für unsere Gruppe:

 
 
 
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Im Kloster St. Johann in Müstair bekamen wir eine vorbildliche Führung zu der Sonderausstellung „Säulenfresser & Stifterin“ , zwei vollkommen gegensätzliche Fresken, nämlich der Säulenfresser, der das Böse darstellt und die Stifterin, eine absolut fromme und demütige Nonne.
Immer wieder fanden wir Parallelen zu den Fresken in unserer Kapelle von Hocheppan, manche Bilder schienen geradezu Kopien zu sein.

Am Nachmittag erhielten wir von einem Mönch noch eine ausgezeichnete Führung in der Krypta, dem Herz des Klosters Marienberg. Wir bewunderten hier Christus in der Mandorla, die Botschaft der Engel und das himmlische Jerusalem.

​Tief beeindruckt von den kunstvollen Wandmalereien und den klaren Ausführungen nahmen wir uns vor, weitere Ausflüge zu unternehmen, um in der Kapelle von Hocheppan unseren Besuchern noch überzeugter den künstlerischen Wert der Wandmalereien zu vermitteln.

Judith Mittelberger, Elisabeth Menke, Luise Volani, Brigitte Sparer, Irma Reiner
 
 
Veröffentlicht am 11.08.2015
 
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