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DorfGesichter - Ramona Engl von der Galerie - Lounge & Wine Bar

IN VINO VERITAS - Warum man für einen ”Aperitivo“ nicht an den Gardasee fahren muss und welche Weine man in Eppan unbedingt probieren sollte, das weiß Ramona Engl von der Galerie - Lounge & Wine Bar.
 

Wer durch die Gassen von St. Michael flaniert, kriegt das eine oder andere Mal bestimmt Lust auf ein gutes Gläschen Wein - und das nicht nur während der jetzigen Erntezeit. Das Dorf, das im Herzen der Gemeinde Eppan und damit mitten im Anbaugebiet von verschiedensten Rebsorten liegt, lädt immer wieder gerne dazu ein, sich hinzusetzen, an einem guten Glas Wein zu nippen und das Südtiroler Lebensgefühl auf sich wirken zu lassen. Seit knappen zwei Wochen hat man dazu einmal mehr die Gelegenheit. St. Michael ist nun nämlich um ein Lokal reicher und hat mit der Galerie - Lounge & Wine Bar nicht nur eine Vinothek, sondern gleichzeitig auch noch eine Bar und etwas italienisches Lebensgefühl dazu gewonnen. Das stammt jedoch, wie man anfangs meinen sollte, nicht von einer Italienerin, sondern von einer waschechten Deutschen. Hellblaue Augen und blonde Haare hat Ramona Engl, die es vor etwas mehr als zehn Jahren von der kleinen Stadt Weilheim, in der Nähe von München, in die etwa genauso große Gemeinde Eppan verschlagen hat. Heute steht sie da, hinter der Theke ihrer Galerie, lässt den Korken eines Proseccos knallen, macht ein paar Häppchen auf einem Teller zurecht und erzählt mit einem breiten Lachen von ihrem neueröffneten Lokal.

Ramona, warum hast Du Dich dazu entschieden, diese ehemalige Vinothek zu übernehmen und ihr ein neues Gesicht zu geben?
Weil mir die Arbeit gut gefällt und ich gerne mit Leuten in Kontakt bin. Außerdem mag ich Eppan sehr, hier ist es wärmer als bei uns (lacht).

Ich trinke gerade einen Cappuccino, eigentlich dachte ich die Galerie wäre eine Vinothek.
Nein. Ich wollte wirklich, dass für Jeden etwas dabei ist. Auch für Leute, die keinen Wein mögen. Natürlich ist der Wein der Hauptakteur in diesem Lokal, aber über ihn hinaus kann man vom Frühstück bis zum Aperitif allerhand genießen. Ausschlaggebend dafür war meine eigene Erfahrung. Wenn ich nämlich mit meiner besten Freundin etwas trinken gehe, könnte das sonst das zum Problem werden. Sie trinkt keinen Wein und wäre in einer Vinothek verloren.

Wenn man sich hier umschaut, sieht man ein riesiges Sortiment. Wie viele Weinsorten findet man bei Dir?
Rotweine sind an die 35 hier im Geschäft und Weißweine auch in etwa. Dabei geht es vom Norden in den Süden und auch ein paar Weine aus Deutschland sind dabei.

Sind die Weine, die Du sonst hier hast, ausschließlich aus Südtirol?
Ja, vor allem sind es Südtiroler Weine, die hier in der Galerie stehen. Aber es sind auch italienische Weine dabei. Sagen wir so, die einheimischen Gäste mögen lieber italienische Weine und die Touristen eher die Südtiroler Weine und es soll ja für jeden was dabei sein.
Aber natürlich haben wir auch andere Kuriositäten wie besondere Biere. Es gibt fünf verschiedene Arten von diesem Bier. Man trinkt es aus Weingläsern.

Ramona holt eine bauchige, dunkle Flasche mit italienischer Beschriftung von einem Regal. Nicht etwa eine 7/10 Flasche Wein, sondern Bier.

 
 
 

Nachgenippt:   • Mein Glas Wein trinke ich zu... besonderen Anlässen. • Rotwein oder Weißwein? Rot. • Der beste Wein Südtirols für mich... da gibt es zu viele. • Bier oder Wein? Wein. • Müsste ich jemandem ein Glas Wein spendieren, wäre das... einem hübschen Mann. • Für eine gute Flasche Wein reise ich bis... zum Mond. (lacht) Scherz. Ich persönlich würde dafür italienweit reisen.

Apropos Wein und Bier. Piero Antinori führt eines der ältesten Weinbau-Familienunternehmen der Welt und kommt aus Florenz. Er sagt: ”Bier kann man auch alleine zu Hause trinken, Wein nicht, der ist nämlich ein Symbol der Freundschaft.“ Was sagst Du dazu?
Ich würde auch keinen Wein alleine zu Hause trinken. Wein ist einfach eine Kultur und mit dem Wein fängt man auch an zu reden. Wein verbindet und bringt tiefgründige Gespräche auf. Wenn sich zwei Leute hier an der Theke treffen, die sich nicht kennen, aber den gleichen Wein trinken, sind sie bald schon im Gespräch. Mit einem Bier passiert das eher nicht.

Welchen Wein trinkst Du persönlich denn am liebsten?
Mir schmecken eigentlich alle Weine. Bier mag ich hingegen nicht so gerne. Somit bin ich eigentlich nicht die typisch Deutsche. (lacht)

Wahrscheinlich bist Du deshalb zu uns gekommen.
Wahrscheinlich. Flucht vor dem Bier. (lacht) Scherz beiseite. Ich mag ganz gerne italienische Rotweine und einen guten Lagrein. Von den Weißweinen mag ich den Riesling am liebsten oder auch einen guten Sekt.

Kann man hier eigentlich auch Weine verkosten?
Ja, in Zukunft möchten wir auch Weinverkostungen mit Fachpersonal direkt von der hiesigen Kellerei anbieten. Wann es genau losgeht, steht aber noch nicht fest.

Und welchen Südtiroler Wein sollten Urlauber in Eppan unbedingt probieren?
Von den Rotweinen ist das bestimmt der Lagrein, der Vernatsch oder der Magdalener und von den Weißweinen sicher der Weißburgunder, ein Sauvignon oder ein Gewürztraminer.

Neben den Weinen gibt es bei Dir auch noch italienische und Südtiroler Produkte.
Ja wir haben von Säften über Olivenpaté und Olivenöl bis hin zu den Nudeln allerlei Köstlichkeiten hier.

Findest Du die italienischen Produkte passen nach Südtirol?
Ja, das denke ich schon. Außerdem bin ich ein großer Italien-Fan und finde in ein solches Ambiente passen diese Produkte einfach gut. Italienisches Essen wird schließlich auch immer mit guter Qualität verglichen.

Passend zu diesem Italien-Feeling veranstaltest Du auch jeden Freitag einen ”Aperitivo“ in der Galerie. Das ist sonst ja nicht üblich für Südtirol, sondern eher für südlichere Teile des Landes. Wie sieht ein Südtiroler ”Aperitivo“ aus?
Im Innenhof gibt es ein Buffet mit kleinen Häppchen und jeder, der einen ”Aperitivo“ oder einen Wein trinkt, kann sich am Buffet bedienen. So muss man nicht mehr an den Gardasee fahren, wenn man zum ”Aperitivo“ etwas knabbern will. Mir würde so etwas auch gut gefallen und ich hoffe die Gäste mögen es auch.

Was wünscht Du Dir für dein Lokal also für die Zukunft?
Natürlich Erfolg und dass es den Leuten so gut wie am Gardasee gefällt. Viele haben auch gesagt, dass genau so etwas im Dorf noch gefehlt hat, deshalb hoffe ich, mit dem Lokal auch etwas fürs Dorf getan zu haben.

Am Ende wollte ich noch wissen, warum Du Dich für den Namen ”Galerie“ entschieden hast?
Ein wenig sieht man das schon, wenn man sich umschaut. Hier hängen viele Bilder und auch der Wein ist so ausgestellt, als wäre er ein Gemälde. Außerdem komme ich ja aus der Nähe von München und dort gab es eine tolle Bar, die auch Vinothek war und denselben Namen trug. In Zukunft werden wir die Vinothek wahrscheinlich auch mit Bilderausstellungen verbinden, passend zum Namen.

 
 
Veröffentlicht am 22.10.2015
 
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