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Imposante Zeitzeugen

Von den etwa 800 geschichtsträchtigen Bauten, die es in Südtirol zu entdecken gibt, befinden sich allein in Eppan an die 100 Schlösser, Burgen und Ansitze. Die historischen Gemäuer bergen die Geheimnisse einer sehr bewegten Geschichte. Einer, der sich damit schon lange auseinandersetzt, ist der Eppaner Carl-Philipp Baron Hohenbühel.
 
SCHLOSS MOOSSCHULTHAUS
Moos-Schulthaus wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Wohnturm von den Herren von Firmian zu Moos erbaut. „Nach mehrmaligem Besitzerwechsel ging das Anwesen an die Herren von Schulthaus, die dem Objekt seinen heutigen Namen gaben“, erzählt Hohenbühel. 1959 erwarb der Kaufmann und Kunstsammler Walther Amonn das Schloss. Seit 2014 verwaltet das Südtiroler Burgeninstitut das Schloss Moos-Schulthaus, das ein kleines Volkskundemuseum und auch eine Kunstsammlung von Walther Amonn beherbergt. Ein weiteres Highlight: „Die Wandmalereien einer verkehrten Welt im Jagdzimmer von Schloss Moos sind einzigartig, besonders die Darstellung des ‚Katzen-Mäusekriegs‘, aus dem die Mäuse als Sieger hervorgehen“, erklärt Hohenbühel.

BURG BOYMONT
Die heutige Burgruine wurde um 1235 von den Grafen von Eppan als Wohnburg erbaut. „Die Burgstelle war aber schon in der Bronzezeit besiedelt“, betont Carl-Philipp Baron Hohenbühel. Doch 1425 legten Brandstifter die Burg fast gänzlich in Schutt und Asche. „Bis zu diesem Zeitpunkt war die Burg das Juwel der Tiroler Burgenwelt“, schwärmt Hohenbühel. Doch nach dem Brand wurde sie vollkommen sich selbst überlassen und verfiel zusehends zur Ruine. Erst 1977 wurde sie von Eppans Altbürgermeister Fritz Dellago senior erworben und von Grund auf saniert. Dellago eröffnete auch eine Burgschenke, in der heute mittelalterliche Speisen verkostet werden können.
 
 
 
BURG HOCHEPPAN
Burg Hocheppan wurde um das Jahr 1130 als Wehranlage erbaut und bei einem Überfall der päpstlichen Gesandtschaft unter Heinrich dem Löwen zerstört. Die Burg wechselte häufig ihre Besitzer – darunter waren auch die Landesfürsten von Tirol und Kaiser Franz I – und wurde dementsprechend oft umgebaut. „Seit 2016 gehört die Burg wieder der Gemeinde Eppan“, sagt Hohenbühel. Zu Hocheppan gehört ein weiteres bedeutendes Bauwerk. „Der Kreidenturm ist eine Vorburg von Burg Hocheppan. Mit Kreidfeuern wurde nachts vor Feinden gewarnt. Sie dienten wie die Rauchzeichen der Indianer als Signalfeuer“, erklärt Hohenbühel.

SCHLOSS SIGMUNDSKRON
Das wohl bekannteste historische Bauwerk in der Nähe von Eppan ist Schloss Sigmundskron, eines der ältesten Schlösser Südtirols. Die erste geschichtliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 945, damals noch unter dem Namen „Formicaria“, was so viel wie Ameisenhaufen bedeutet. Um das Jahr 1473 erwirbt der Landesfürst von Tirol, Herzog Sigmund der Münzreiche, die Burg, lässt sie zu einer Festung umbauen und benennt sie in Schloss Sigmundskron um. „Die Festungsanlage ist heute vor allem Symbol der Autonomiebestrebungen Südtirols“, erklärt Hohenbühel, „denn 1957 fand hier eine legendäre Großkundgebung statt, bei der Südtirol die Autonomie einforderte.“ 1996 kaufte die Autonome Provinz Bozen - Südtirol das Schloss und seit 2006 beherbergt es das international bekannte Messner Mountain Museum des Extrembergsteigers Reinhold Messner. Darin thematisiert Messner die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Berg.

 
 
 
 
Veröffentlicht am 22.05.2020
 
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