Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
 

 
 

Das Ortszentrum von St. Michael | Eppan im Wandel der Zeit

St. Michael ist ein typisches Straßendorf, das sich im Laufe der Jahrhunderte entlang der alten Verkehrswege und an ihren Kreuzungspunkten entwickelt hat. Eine dieser Wegkreuzungen wurde 1939 zum heutigen Rathausplatz und ist seit damals und auch in Zukunft Treffpunkt für alle Eppaner und ihre Gäste.
Auf den historischen Katasterplänen von 1858 ist die ursprüngliche Siedlungsform von St. Michael | Eppan gut ablesbar. Es gibt mehrere Ortskerne, jeweils an den Kreuzungspunkten zwischen der nordsüd-verlaufenden Hauptstraße St. Pauls - Kaltern und den Abzweigungen nach Girlan, Montiggl, Berg und Pigenò.
Wichtigster Kreuzungspunkt war beim Ansitz Platzegg, der im 17. Jahrhundert vom mittelalterlichen Wohnturm in einen stattlichen Renaissancebau im Überetscher Stil umgebaut worden war. Südseitig besaß er hinter einer Zinnenmauer einen Garten. Gegenüber entstanden die Gasthöfe „Sonne“ und „Goldene Traube“, die mit ihren imposanten Hauptfassaden der Kreuzung den Charakter eines öffentlichen Platzes verliehen haben.
Die Geschichte des heutigen Rathausplatzes beginnt erst 1936, als die Gemeinde Eppan den Ansitz Platzegg erworben und zum Rathaus umgebaut hat. Dabei wurde sein Erscheinungsbild stark verändert durch Aufstockung und Aufsetzen eines flachen Zeltdaches. An der Rückseite wurde in modernen Bauformen eine „Casa Littoria“ angefügt als Sitz der faschistischen Partei sowie ein hoher Uhrturm als Symbol der Macht. Die Zinnenmauer wurde abgebrochen, der Garten zum repräsentativen Platz für große Kundgebungen umgestaltet, die „Piazza del Littorio“.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden der Parteisitz und der Uhrturm entschärft und die faschistischen Symbole entfernt. In den1960/70er Jahren verkam der Platz immer mehr zum Parkplatz für die ständig zahlreicher werdenden PKW.
Erst 1986 wurde ein Teil des Rathausplatzes autofrei, als er nach Plänen der Architekten Abram und Schnabl im Zuge des Generalumbaus des Rathauses umgestaltet und etwas abgetieft wurde, um ein zusätzliches ebenerdiges Stockwerk für das Büro des Eppaner Tourismusvereines zu schaffen. Der neue Platz mit steinernen Stufen und zentralem Brunnen sollte Bühne des Dorflebens sein und war Teil des 1982 ausgeschriebenen Planungswettbewerbes zur Generalsanierung und Erweiterung des Rathauses, den die Bozner Architekten für sich entscheiden konnten. Der Ansitz Platzegg erhielt seine ursprüngliche Renaissanceform mit hohem Krüppelwalmdach zurück, ein neuer Bürotrakt und der große Ratssaal wurden errichtet in einer architektonischen Sprache, welche die lokale Bautradition neu interpretiert.
2018, drei Jahrzehnte später, beginnt ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte des Rathausplatzes von St. Michael | Eppan, mit der Umgestaltung nach Plänen des Brixner Architekten Matteo Scagnol-Modus Architects.
 
 
 
 

News & Aktuelles

Immer informiert mit der Eppan Newsletter
 
 
 
 Senden